Spielfeld

Das Spiel

Ausgangssituation, Regeln, Wirkungen und Handlungsmöglichkeiten

Meine Einschätzung der Lage an den Finanzmärkten weicht „geringfügig“ von den Darstellungen ab, die Ihnen womöglich aus der Werbung oder den Medien geläufig sind.
Ich möchte Ihnen daher in komprimierter Form einen kurzen Überblick über mein Verständnis der Verhältnisse geben, damit Sie entscheiden können, ob eine gemeinsame Basis für eine Zusammenarbeit besteht.

Lassen Sie uns das Spielfeld, auf dem wir uns bewegen aus meiner Perspektive etwas genauer betrachten.

Nach über 30 Jahren intensiver Beschäftigung mit unserem westlichen Wirtschafts- und Finanzsystem stelle ich vor allem drei Wirkungen fest:

  1. Vermögensumverteilung von Fleißig nach Superreich
    „Unser“ westliches Wirtschafts- und Finanzsystem befördert die Früchte der Arbeit der Menschen – mit großer Wahrscheinlichkeit auch Ihr Geld und Ihr Vermögen – Schritt für Schritt in die Taschen derer, die dieses System erfunden haben. Zeit spielt dabei keine besonders große Rolle.
    Der Unterschied zwischen Menschen in Deutschland und Menschen in Bangladesch ist lediglich der, dass wir uns auf dieser Umverteilungstreppe ein paar Stufen höher befinden.
    Insbesondere die Vermögenden in Deutschland bemerken davon noch wenig bis nichts. Denn es mangelt ihnen an nichts. Denn die Veränderungsprozesse verlaufen oft langsam, schleichend, in kaum bemerkbaren Schritten. Und betreffen zunächst die Menschen, die weniger Vermögen haben. Wer noch daran glaubt, was über Fernsehen und Medien verbreitet wird, wird davon womöglich erst dann etwas bemerken, wenn er selbst betroffen ist. Und dann ist es oft zu spät. Der Hättich kommt leider oftmals erst, wenn der Habich weg ist.
  2. wachsende Verrohung und Verdummung
    Das westliche Wirtschafts- und Finanzsystem korrumpiert und versklavt auf eine subtile Weise die Gesellschaften, in denen es eingerichtet wurde.
    Einzelne mögen sich dem entziehen können. Doch insgesamt zwingt es die Menschen in egoistische Verhaltensweisen, mit denen sie sich gegenseitig oder der Natur schaden, wenn sie wirtschaftlich nicht untergehen wollen.
    Die Folgen dieses Mechanismus sind Raubbau und Täuschung auf allen Ebenen: immer unverfrorenere Lügen, immer zügelloserer Rechtsbruch, Rücksichtslosigkeit und Gewalt
  3. Selbstzerstörung
    Wie ein Krebsgeschwür breitet es sich aus und überwuchert die Erde.
    Mit einer stetig wachsenden Zahl verarmender, orientierungs- und willenloser und deshalb immer kränker werdender Menschen.
    Mit immer mehr Staaten, die durch diesen Mechanismus in wirtschaftliche Schieflage gebracht werden.
    Mit einem Ressourcenverbrauch und einer Umweltverschmutzung, die immer dramatischere Ausmaße annimmt.

Es ist an allererster Stelle das westliche Finanzsystem, das all die negativen Entwicklungen auf unserer eigentlich so wundervollen Erde bewirkt.

Das ist keine haltlose Behauptung oder eine Verschwörungstheorie, sondern das Ergebnis Jahrzehnte-, wenn nicht gar Jahrhunderte alter Verschwörungspraxis. Ein wohl gehütetes, kaum bekanntes Geheimnis; ein perfekt installierter und gut getarnter Mechanismus, der wie ein Uhrwerk mit mathematisch exakter Präzision funktioniert. Und der bei genauer Betrachtung nur sehr wenigen auf diesem Planeten wirklich nutzt. Installiert in unserem Geldsystem – in der Art, wie in unserer Gesellschaft Geld erzeugt wird. .

Es handelt sich also um einen Mechanismus. Und nicht um eine „Fehlentwicklung“ durch „höhere Gewalt“ oder „wegen der Komplexität der Realität unvollkommener Modelle“, wie es an Universitäten gelehrt wird.

Das Gute daran ist: auf Mechanismen können Sie sich einstellen. Mechanismen können verändert oder sogar deinstalliert werden. Dafür sind aber Mehrheiten aufgeklärter Menschen erforderlich, die das auch tun wollen.
Leider mehren sich die Anzeichen, dass wir dafür nicht mehr viel Zeit haben.

Seit etwa 2004 warne ich meine Kunden vor der Gefahr einer großen Finanzkrise. 2008 wurde es für die breite Öffentlichkeit erstmals wahrnehmbar, dass eine solche Gefahr tatsächlich bestehen könnte, als große Banken und Versicherungen nur durch staatliche Hilfen in Milliardenhöhe „gerettet“ werden konnten. Und durch die Opferung der Sozialsysteme oder den Verkauf von Staatseigentum, wie beispielsweise in Irland oder Griechenland. Die tatsächlichen Ursachen wurden jedoch nicht beseitigt, weshalb sich seitdem die Verhältnisse unter der Oberfläche nochmals dramatisch verschlechtert haben.

Ich befürchte, dass das, was die Lehman-Pleite ausgelöst hat nur ein laues Lüftchen war gegenüber dem, was von dem ausgelöst werden könnte, was immer noch in den Kellern einer großen deutschen Bank schlummert … Und nicht nur dort, denn alle Banken und Versicherungen haben mitgespielt. Darüber an anderer Stelle mehr.

Wenn Sie sich mit den Gesetzesinitiativen der letzten Jahre eingehender beschäftigen, dann werden Sie feststellen, dass die Politik bereits Vorbereitungen getroffen hat, wie man für die „Rettung“ des Finanzsystems ganz legal das Vermögen der Bürger abgreifen kann. Zypern war nur ein Vorbeben, nur ein Versuchsballon …

Einen guten Einblick in die Zusammenhänge liefert dieser Vortrag, der schon 2011 an der Uni Mannheim gehalten wurde – allerdings nicht von einem Universitätsprofessor: Ihr lernt nicht das, was ihr wissen müsst.